Institut für sozialwissenschaftliche
Forschung, Bildung und Beratung e.V. (ISFBB)
 
 
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"Überlebensberichte von Josef Jakubowicz" Wanderausstellung über das Überleben eines jüdischen Jugendlichen, der seine gesamte Familie durch den Holocaust verlor



Die Ausstellung zeichnet das das Leben des jüdischen Holocaust-Überlebenden Josef Jakubowicz (1925-2013) nach. Josef Jakubowicz wurde 1925 in Oswiecim (Auschwitz) geboren. Fast seine gesamte jüdische Familie wurde von den Nationalsozialisten ermordet. Als Jugendlicher musste er mehr als fünf Jahre lang in Zwangsarbeitslagern für Juden und in den KZs Groß-Rosen, Flossenbürg, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen schuften. Die Ausstellung beleuchtet auch sein en Kampf gegen Neonazis in der Nachkriegszeit sowie die Ermordung seines besten Freundes Shlomo Lewin 1980 in Erlangen durch einen Neonazi.

Wie funktioniert die Aufhängung und wie hoch ist der Platzbedarf?

Die Ausstellung besteht aus 16 Tafeln DIN A 0 (14 Tafeln sind jeweils 84 cm breit und 118 cm hoch und 2 Tafeln sind 118 cm breit und 84 cm hoch.) Jede Tafel ist auf leicht transportable, einrollbare und einfach aufhängbare PVC-Plane gedruckt. Am oberen Ende jeder Tafel befindet sich in einer Schlaufe ein Alurohr, durch das eine Kordel verläuft. Die Ausstellung passt in jeden PKW und wird in zwei Pakete verpackt. Für die Anbringung genügen einfache Nägel in der Wand, Aufhängevorrichtungen für Bilder usw., zwölf Stellwände für vorder-/rückseitige Präsentation oder maximal 16 Stellwände. Haken können auf Wunsch mitgeliefert werden. Die Ausstellung ist brandschutzsicher nach DIN B 1. Achtung: Stellwände werden nicht mitgeliefert, sondern müssen vor Ort vorhanden sein.

Josef Jakubowicz im Jahr 2005 in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (Foto: Birgit Mair)

Gibt es auch pädagogisches Material und Filmmaterial?

Ja, eine DVD mit Zeitzeugengespräch mit Josef Jakubowicz und der Ausstellungsmacherin wird mitgeliefert. Dauer: 35 Minuten. Gefilmt 2009 in einer Schule in Nürnberg. Auch gibt es einen Fragebogen zur Ausstellung, der im Rahmen des pädagogischen Begleitprogramms eingesetzt werden kann.

Wie sehen der Eröffnungsvortrag und das pädagogische Begleitprogramm aus?

Die Ausstellung kann mit einem Vortrag von Ausstellungsmacherin Birgit Mair eröffnet werden, sie kann aber auch ohne Vortrag gebucht werden. Bei Buchung eines Vortrages stellt Ausstellungsmacherin Birgit Mair anhand eines bilderreichen Powerpoint-Vortrags das Ausstellungsprojekt und das Leben von Josef Jakubowicz vor. Sie beleuchtet dabei auch die Tarn- und Täuschungsmethoden der Nationalsozialisten und die Bürokratie des Terrors in den NS-Lagern. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum.

Wir bieten Schülercoach-Ausbildungen an, die Jugendliche dazu befähigen, selbstständig durch die Ausstellung zu führen. Als zusätzliche Angebote bieten wir Führungen sowie Vorträge oder Workshops an. Diese Angebote können optional zur Ausstellungseröffnung dazu gebucht werden.

Was kostet die Ausstellung?

Mietpreis 4 Wochen: 500 Euro
Mietpreis 2 Wochen: 300 Euro

Porto Rückversand der Ausstellung: max. 40 Euro

Im Mietpreis enthalten sind die Portoksoten für den Hinversand sowie eine DVD mit einem Zeitzeugengespräch mit Franz Rosenbach. Die Ausstellung kann mit oder ohne Vortrag durch Ausstellungsmacherin Birgit Mair gebucht werden.

Einführungsvortrag: 300-500 Euro (je nach Dauer und Entfernung von Nürnberg)
Schüler*innencoach-Ausbildung: 500 Euro (Dauer: 6 Stunden)
Ausstellungsführung: 300-400 Euro (je nach Dauer und Entfernung von Nürnberg)
Jeweils zzgl. Reisekosten ab Nürnberg

Buch "Die letzten Zeuginnen und Zeugen - Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden", Birgit Mair 2023, Preis: 20 Euro zzgl. Porto. Bestellung: info@isfbb.de

Josef Jakubowicz trauert im Jahr 2006 in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau um seine Familie (Foto: Birgit Mair)

Wie wird die Ausstellung verschickt?

Die Ausstellung wird Ihnen nach Terminabsprache zugesandt. Hierfür entstehen Ihnen keine Kosten. Nach Beendigung der Ausstellung senden Sie die Ausstellung an eine Adresse, die Sie zeitnah von uns erhalten. Hierfür fallen maximal 40 Euro Kosten an, die Sie übernehmen. Die Ausstellung wird in zwei Pakete verpackt, sodass sie für eine Person zu tragen ist. Sie passt in jeden PKW.

Ist die Ausstellung versichert?

Die Ausstellung ist nicht versichert. Allerdings sind die Produktionskosten relativ niedrig. Wenn Sie die Ausstellung entleihen, übernehmen Sie gemäss dem Mietvertrag die Haftung für Verlust, Beschädigung und Zerstörung und verpflichten sich, im Schadensfall die Kosten für Reparaturen und Ersatz zu tragen. Die Kosten für die Neuproduktion eines Banners betragen 40 Euro, die Kosten für die Neuproduktion der Ausstellung 500 Euro. Die Wanderausstellung ist nicht versichert. Sie können, müssen aber nicht eine Versicherung abschließen.

Wie kann ich mich über die Inhalte der Ausstellung informieren?

Das Buch von Birgit Mair "Die letzten Zeuginnen und Zeugen - Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden" dient als Begleitmaterial zur Ausstellung. Es kann zum Preis von 20 Euro zzgl. Porto zur Ausstellung dazugebucht werden.

Hier können Sie Sie einige Tafeln der Ausstellung ansehen:





Hintergrundinformationen zum Entstehungsprozess der Ausstellung

Ausstellungskuratorin Birgit Mair lernte Josef Jakubowicz im Jahr 1998 kennen. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit erforschte sie seine Überlebensgeschichte. Die Ausstellung fasst ihre Forschungsergebnisse aus mehr als zehn Jahren Recherche und Gesprächen mit Josef Jakubowicz zusammen. Sie wurde 2007 auf der Grundlage des Buches „Überlebensberichte von Josef Jakubowicz - Eine biographische Analyse“ konzipiert und im Jahr 2012 erweitert.

Danksagung

Die Ausstellung ist das Produkt vieler engagierter Menschen und Institutionen, bei denen ich mich herzlich bedanken möchte. Besonders bei Josef Jakubowicz und seiner Familie möchte ich mich für die langjährige Zusammenarbeit und für über einhundert Zeitzeugengespräche, die wir im Zeitraum von 2005 bis 2013 durchgeführt haben, bedanken.

Die Ausstellung konnte mit Hilfe von Fördermitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Europäischen Sozialfonds für Deutschland innerhalb des Programms XENOS-Integration und Vielfalt realisiert werden.

Birgit Mair, Konzeption und Durchführung

Buchungsanfragen

Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. Rennweg 60
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Telefon: 0911 / 54 055 934
Handy: 0176 / 62 94 31 52
Fax: 0911 / 54 055 935
E-Mail: info@isfbb.de
Ansprechpartnerin: Birgit Mair (Diplom-Sozialwirtin Univ.)

 
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