Adresse des Dokuments: https://www.isfbb.de/Termine_index23.htm.htm
Titel des Dokuments: Termine
 

Termine 2025

Falls Sie über weitere Termine informiert werden möchten, abonnieren Sie unseren Newsletter. Schreiben Sie dazu eine E-Mail mit Stichwort "Newsletter" an info@isfbb.de

16. Oktober 2025, 19 Uhr: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Klara Gorlatschowa in Nürnberg


Klara Gorlatschowa (Foto: Birgit Mair)

Termin: Donnerstag, 16. Oktober 2025, 19 bis 20.30 Uhr
Ort: Nürnberg, Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg
Moderation: Diplom-Sozialwirtin (Univ.) Birgit Mair
Dolmetscherin: Julia Chakhina
Eintritt frei. Anmeldung verpflichtend. Hier geht es zur Anmeldung

Klara Gorlatschowa, geborene Schwarz, wurde 1938 in Trostjanez in der Sowjetunion, heute Ukraine, geboren. Als die Deutschen 1941 die Sowjetunion überfielen, wurde ihre jüdische Familie verfolgt und im KZ Petschora eingesperrt. Dort fanden neben Klaras Vater Zehntausende den Tod. Mit viel Glück gelang ihrer Mutter mit der kleinen Klara die Flucht aus dem KZ. Fast täglich holen die Erinnerungen an die schrecklichen Erlebnisse in ihrer Kindheit die heute 88-Jährige ein, die seit mehr als zwanzig Jahren in Mittelfranken lebt.

Moderiert wird das Zeitzeugengespräch von Birgit Mair, die über Klara Gorlatschowas Leben in ihrem Buch "Die letzten Zeuginnen und Zeugen – Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden" geschrieben hat. Das knapp 400 Seiten umfassende Werk kann bei der Veranstaltung zum Preis von 20 Euro erworben werden. Julia Chakhina wird die Schilderungen der Zeitzeugin vom Russischen ins Deutsche übersetzen.

Einlassvorbehalt: Die Veranstalter behalten sich gem. Art. 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder der extremen rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

19. Oktober 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel Faurndau


Mina Gampel (Foto: Birgit Mair)

Termin: 19. Oktober 2025, 15 Uhr
Ort: Stiftskirche Faurndau, Stiftstr. 16, 73035 GP-Faurndau (Baden Württemberg)
Moderation: Birgit Mair, ISFBB e.V.
Eintritt frei. Spenden erbeten.
Keine Voranmeldung nötig.
Veranstaltet von: CVJM Faurndau in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Faurndau-Wangen-Oberwälden, Partnerschaft für Demokratie der Stadt Göppingen und sfd - Sozialer Friedensdienst Göppingen e.V.

Mina Gampel (geb. Juszkiewicz) wurde am 14. August 1940 in Pinsk im heutigen Weißrussland geboren. Die allermeisten der 30.000 Einwohner*innen waren jüdisch. Mina war das achte Kind einer armen jüdischen Familie. Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Sowjetunion im Juni 1941 floh die Familie fast fünftausend Kilometer in Richtung Südosten. Diese Entscheidung war lebensrettend, denn fast alle Pinsker Jüdinnen und Juden wurden von den Deutschen ermordet. Über Kiew und Stalingrad gelangte die zehnköpfige Familie in den asiatischen Teil der Sowjetunion, nach Samarkand und Taschkent in Usbekistan und schließlich nach Kirgistan. Zwei Brüder von Mina starben an Krankheiten, einer wurde von einem Wehrmachtssoldaten erschlagen. Nach der Befreiung lebte Mina Gampel in Polen, Israel und Deutschland.

Noch im hohen Alter studierte Mina Gampel im Rahmen eines Studium Generale Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie an der Universität Stuttgart. Zudem absolvierte sie Ausbildungen an der Kunstakademie Esslingen und an der Europäischen Kunstakademie der Bildenden Künste in Trier. Sie ist eine überregional bekannte, jüdische Künstlerin. Seit 1993 ist sie Dozentin an der Kunstakademie Esslingen. Motive ihrer Bilder sind unter anderem Szenen aus den von den Nazis zerstörten jüdischen Schtetl in Osteuropa. Ihre Kunstwerke wurden in Museen und Galerien ausgestellt, unter anderem in Nancy, Zürich, Genf, Berlin, Stuttgart, Tel Aviv, Antwerpen, Stettin, Warschau und London. Als Künstlerin ist bis heute aktiv.

23. Oktober 2025: Das Oxner-Attentat 1982 in Nürnberg: Zeitzeugengespräch mit Brigitte Williams im Gespräch mit Birgit Mair in Weiden


Brigitte Williams (Foto: Birgit Mair)

Termin: 23. Oktober 2025, 19 bis 20.30 Uhr
Ort: VHS Weiden-Neustadt, Luitpoldstr. 24, 92637 Weiden
Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Teilnahme kostenfrei.
Anmeldung

Mehr als vierzig Jahre hat es gedauert, bis Brigitte Williams ihr Schweigen über den neonazistischen Anschlag in der Disco "Twenty Five" im Herzen der Nürnberger Innenstadt in der Königstraße brach, bei dem ihr Ehemann ermordet wurde. Der Nürnberger Neonazi Helmut Oxner hatte am 24. Juni 1982 den zweifachen Familienvater William Thomas Schenck jr. und zwei weitere Menschen aus rassistischen Motiven heraus erschossen und weitere verletzt. Die Witwe des Ermordeten wird in Weißenburg live über ihren geliebten Ehemann und ihre Erinnerungen an die bestialische Tat sprechen. Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair wird das Gespräch mit Brigitte Williams führen, das Verbrechen gesellschaftspolitisch einordnen, über die Verstrickungen des "Alleintäters" Helmut Oxner in die nationale und internationale Neonaziszene aufklären und zahlreiche, bisher unveröffentlichte Dokumente aus dem Privatbesitz von Frau Williams präsentieren.

24. Oktober 2025: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Thalmässing


Ernst Grube (Foto: Birgit Mair)

Termin: 24. Oktober 2025, 17 Uhr
Ort: Haus des Buches, Schulgasse 2, 91177 Thalmässing
Eintritt frei. Spenden erbeten
Anmeldung per E-Mail an: zeitzeuge-thalmaessing@web.de
Moderation: Birgit Mair

Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren. Via Powerpoint-Präsentation wurden Fotos aus dem Leben des Zeitzeugen präsentiert.

Plakat zurm Ausdrucken (PDF-Format)

26. Oktober 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel in Roth bei Nürnberg


Mina Gampel (Foto: Birgit Mair)

Termin: 26. Oktober 2025, 15.30 bis 17 Uhr
Ort: Museum Schloss Ratibor, Roth bei Nürnberg
Moderation: Birgit Mair, ISFBB e.V.
Eintritt frei.
Veranstaltet von: Roth ist bunt.
Anmeldung per E-Mail an: christina.gaenssbauer@stadt-roth.de

Mina Gampel (geb. Juszkiewicz) wurde am 14. August 1940 in Pinsk im heutigen Weißrussland geboren. Die allermeisten der 30.000 Einwohner*innen waren jüdisch. Mina war das achte Kind einer armen jüdischen Familie. Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Sowjetunion im Juni 1941 floh die Familie fast fünftausend Kilometer in Richtung Südosten. Diese Entscheidung war lebensrettend, denn fast alle Pinsker Jüdinnen und Juden wurden von den Deutschen ermordet. Über Kiew und Stalingrad gelangte die zehnköpfige Familie in den asiatischen Teil der Sowjetunion, nach Samarkand und Taschkent in Usbekistan und schließlich nach Kirgistan. Zwei Brüder von Mina starben an Krankheiten, einer wurde von einem Wehrmachtssoldaten erschlagen. Nach der Befreiung lebte Mina Gampel in Polen, Israel und Deutschland.

Noch im hohen Alter studierte Mina Gampel im Rahmen eines Studium Generale Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie an der Universität Stuttgart. Zudem absolvierte sie Ausbildungen an der Kunstakademie Esslingen und an der Europäischen Kunstakademie der Bildenden Künste in Trier. Sie ist eine überregional bekannte, jüdische Künstlerin. Seit 1993 ist sie Dozentin an der Kunstakademie Esslingen. Motive ihrer Bilder sind unter anderem Szenen aus den von den Nazis zerstörten jüdischen Schtetl in Osteuropa. Ihre Kunstwerke wurden in Museen und Galerien ausgestellt, unter anderem in Nancy, Zürich, Genf, Berlin, Stuttgart, Tel Aviv, Antwerpen, Stettin, Warschau und London. Als Künstlerin ist bis heute aktiv.

7. November 2025: remember 38 - Als aus Worten Taten wurden - Vortrag mit Birgit Mair in Gerolzhofen


Termin: 7. November 2025, 19 Uhr
Ort: 97447 Gerolzhofen, Marktplatz 20, Altes Rathaus
Veranstalter: GEO kommunikativ, KulturForum Gerolzhofen, Historischer Verein Gerolzhofen, vhs Gerolzhofen
Eintritt frei!

Mit Hilfe einer bilderreichen Powerpoint-Präsentation wird sich die Referentin Birgit Mair am 7. November 2025 um 19.00 Uhr im Alten Rathaus mit der Pogromnacht 1938 auseinandersetzen. Sie stellt die Folgen jener Nacht vom 9./10. November dar, in der reichsweit 1.400 Synagogen zerstört wurden und der Terror gegen Jüdinnen und Juden eine weitere Phase erreichte. Dabei geht sie insbesondere auf die Perspektive von Betroffenen und deren Familie ein, die sie im Rahmen ihrer Zeitzeugenarbeit mit Holocaust-Überlebenden interviewte. Ein Schwerpunkt des Vortrags sind einerseits die Situation in Franken und dem Schrecken und andererseits die Folgen der Pogromnacht für die verbliebenen Gerolzhöfer Jüdinnen und Juden. Am Schluss spannt sie den Bogen in die heutige Zeit und beleuchtet, wie verbreitet völkischer Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus in der heutigen Gesellschaft sind und welche Lehren ziehen aus der Vergangenheit für eine für alle lebenswerte Zukunft gezogen werden sollten.

Kurzbiographie von Birgit Mair Diplom-Sozialwirtin Univ. Birgit Mair wurde 1967 in Österreich geboren. Sie ist Mitbegründerin des Nürnberger Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. Die Wahl-Nürnbergerin ist Autorin mehrerer Publikationen über Holocaust-Überlebende und extrem rechte Bewegungen und kuratierte mehrere Ausstellungen, darunter die bundesweit beachtete Wanderausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen". Seit 2005 führte sie mehr als sechshundert Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden durch und hält Aufklärungsvorträge gegen Neonazismus und Rassismus. Für ihr Engagement gegen Rechts erhielt sie 2022 die Karl-Bröger-Medaille. Ihr 396 Seiten umfassendes Buch "Die letzten Zeuginnen und Zeugen - Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden" kann am Bücherstand erworben werden (Preis: 20 Euro)

16. November 2025, 18 Uhr: Zeitzeugengespräch und Buchpräsentation "Ernest Glaser - Ein Berliner Jude überlebte den Holocaust in Shanghai" (Online-Zuschaltung des 101jährigen Zeitzeugen Ernest Glaser, Buchautorin Birgit Mair live vor Ort)


Termin: 16. November 2025, 18 Uhr
Ort: Friedenskirche Berlin, Bismarckstr. 40, Berlin
Referenten: Ernest Glaser, Holocaust-Überlebender, geboren 1924 in Berlin-Charlottenburg (er lebt in den USA und wird online zugeschaltet)
Birgit Mair, Buchautorin, Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. (sie ist live vor Ort)
Eintritt frei, Spenden erbeten
Anmeldung per E-Mail an: anmeldung@ernst-glaser.friedenskirche.berlin

Im Mittelpunkt des Abends steht das bewegende Leben von Ernst Glaser, 1924 in Berlin-Charlottenburg geboren. Als Jude entkam er mit seiner Familie der nationalsozialistischen Verfolgung durch die Flucht nach Shanghai. Heute lebt er mit 101 Jahren in den USA.

Die Diplom-Sozialwirtin (Univ.) und Autorin Birgit Mair stellt ihr neues Buch "Ernest Glaser - ein Berliner Jude überlebte den Holocaust in Shanghai" vor und liest ausgewählte Passagen. Höhepunkt der Veranstaltung: Ernst Glaser wird live aus den USA zugeschaltet und berichtet persönlich von seiner bewegenden Lebensgeschichte.

Birgit Mair hat ihn vor einigen Monaten dort besucht, interviewt und gefilmt. Im Rahmen der Buchpräsentation wird Herr Glaser live aus den USA dazugeschaltet, um über sein bewegendes Leben zu berichten.

8. bis 12. Dezember 2025: "Auf nach Nürnberg!" Antisemitismus und jüdisches Leben am Beispiel Nürnbergs" Bildungswoche mit Birgit Mair in Nürnberg (PLÄTZE FREI)


Termin: 8. bis 12. Dezember 2025
Ort: Nürnberg
Seminarleitung: Diplom-Sozialwirtin (Univ.), Buchautorin und Holocaust-Forscherin Birgit Mair
Veranstalter: Akademie Frankenwarte

Die Teilnahmepauschale inklusive Unterkunft und Verpflegung (ohne Getränke) beträgt 490,00 €, im Einzelzimmer 590,00 €

Vom mittelalterlichen Nürnberg zu den NSDAP-Reichsparteitagen, das antisemitische Hetzblatt "Der Stürmer", die rassistischen "Nürnberger Gesetze" – aber auch die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen ("Nürnberger Prozesse") und der Menschenrechtspreis der Stadt: an authentischen Orten, die im Laufe der Jahrzehnte erinnerungspolitische Gestaltung erfahren und im Seminarraum befassen wir uns mit jüdischem Leben in Deutschland und alten und neuen Formen des Antisemitismus. Auch die terroristischen Angriffe gegen die israelische Zivilbevölkerung am 7. Oktober 2023 und deren Folgen werden thematisiert. Wir besichtigen das "Stürmer-Archiv", das Memorium Nürnberger Prozesse, das Dokuzentrum. Als Referierende treten die Künstlerin Ursula Rößner auf, Tochter einer Holocaust-Überlebenden aus Nürnberg sowie über Online-Zuschaltung der 101jährige Holocaust-Überlebende Ernest Glaser, der aus den USA zugeschaltet wird.
  • Anmeldung