Institut für sozialwissenschaftliche
Forschung, Bildung und Beratung e.V. (ISFBB)
 
 
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5. Oktober 2021, 19 Uhr: „Mein Vater wurde vom NSU erschossen – wo bleibt die Aufklärung?“ – Zwei Töchter der Ermordeten sprechen - Online-Veranstaltung mit Semiya Şimşek und Gamze Kubaşık

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Semiya Şimşek und Gamze Kubaşık (rechts im Bild) demonstrierten gemeinsam mit ihren Müttern und tausenden anderen nach der Urteilsverkündung am 11. Juli 2018 in München (Foto: Birgit Mair)

„Mein Vater wurde vom NSU erschossen – wo bleibt die Aufklärung?“ – Zwei Töchter der Ermordeten sprechen mit Semiya Şimşek und Gamze Kubaşık

Termin: Dienstag, 5. Oktober 2021, 19 bis 21.30 Uhr

Teilnahme kostenfrei; Online über Zoom; Anmeldung per E-Mail an info@isfbb.de


Moderation: Birgit Mair, ISFBB e.V., Kuratorin der Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“

Dreizehn Parlamentarische Untersuchungsausschüsse und ein fünfjähriges Gerichtsverfahren konnten drängende Fragen der betroffenen Familien nicht klären. Einundzwanzig Jahre nach dem Mord an ihrem Vater Enver Şimşek in Nürnberg und fünfzehn Jahre nach der Ermordung von Mehmet Kubaşık in Dortmund berichten ihre Töchter von der Zeit vor und nach der Selbstenttarnung der neonazistischen Terrorgruppe NSU und den Erinnerungen an ihren Vater. Sie sprechen über offene Fragen, schleppende Ermittlungsverfahren gegen weitere NSU-Helferinnen und -helfer und unterziehen die bisherige Aufklärung einer kritischen Bilanz.

Veranstaltet von: Auslandsgesellschaft.de, Bündnis Tag der Solidarität - Kein Schlussstrich Dortmund in Kooperation mit dem Bildungsverein Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. Nürnberg

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 19 Uhr: Online-Zeitzeugengespräch mit Horst Bernard

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Horst Bernard in seiner Wohnung in Saarbrücken
(Foto: Birgit Mair, April 2021)

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Horst Bernard als Kleinkind
(Foto: Privatbesitz Horst Bernard)
Termin: Donnerstag, 14. Oktober 2021, 19 bis 21 Uhr; Teilnahme kostenfrei; Anmeldung per E-Mail an info@isfbb.de

Der Zeitzeuge wird über Zoom zugeschaltet und ist im Bild zu sehen. Im ersten Teil der Veranstaltung berichtet er aus seinem Leben. Im zweiten Teil beantwortet er Fragen aus dem Publikum. Moderation: Birgit Mair, ISFBB e.V.

Veranstaltet von Roth ist bunt in Kooperation mit dem Institut ISFBB e.V. und mit Unterstützung der AWO Fankontaktstelle INNWURF in Saarbrücken.

Horst Bernard wurde 1932 in Bischmisheim bei Saarbrücken als Kind eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen Mutter geboren. Die Eltern waren im saarländischen Widerstand gegen die Nationalsozialisten aktiv. Nachdem das Saarland 1935 nationalsozialistisch wurde, floh die Familie nach Frankreich, wo sich die Eltern der Resistance anschlossen. Der Vater musste wegen seiner jüdischen Herkunft und der Gegnerschaft zum Naziregime zeitweise in die Illegalität untertauchen. 1944, nachdem die Mutter von der Militärverwaltung verhört und die Gestapo ihre Wohnung durchsucht hatte, musste auch sie mit den zwei kleinen Kindern untertauchen. Ihr ältester Sohn Horst wurde bei einem alten Ehepaar untergebracht. Im Alter von zwölf Jahren entging er knapp dem Tode. Er konnte fliehen, als die SS auf der Beerdigung eines bekannten Widerstandskämpfers der Resistance-Gruppe "Libération" auf dem Friedhof in Fengarolles um sich geschossen und zahlreiche Menschen verhaftet hatte.

Horst Bernard berichtet im Online-Zeitzeugengespräch von den nationalsozialistischen Verfolgungen und von Widerstandsleistungen seiner Eltern. Der Verfasser mehrerer Bücher über die NS-Zeit traf nach 1945 zahlreiche KZ-Überlebende, setzte sich für sie ein und engagierte sich gegen Alt- und Neonazis. Er spricht deutsch und französisch. Holocaust-Forscherin Birgit Mair wird die Veranstaltung moderieren. Sie besuchte den 88-jährigen Zeitzeugen in Saarbrücken und präsentiert Fotos und Dokumente aus seinem Leben.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei. Wer möchte, kann dem Verein ISFBB e.V. etwas für das Projekt "Die letzten Zeugen" spenden. Dokumente aus dem Leben von Horst Bernard sowie ein Videointerview mit ihm sollen mit Hilfe von Spenden auf der Internetseite www.die-letzten-zeugen.de veröffentlicht werden.

Spendenkonto: ISFBB e.V. / IBAN: DE10700205000008893000 / Stichwort: Die letzten Zeugen / Bank für Sozialwirtschaft München Für alle Veranstaltungen gilt der Einlassvorbehalt: Die Veranstalter behalten sich gem. § 6 VersG / Art. 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder der extremen rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren

 
Impressum: ISFBB e.V., Rennweg 60, D-90489 Nürnberg
Tel. 0911-54055934, Fax 0911-54055935, info@isfbb.de