Institut für sozialwissenschaftliche
Forschung, Bildung und Beratung e.V. (ISFBB)
 
 
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Realisierte Veranstaltungen im Jahr 2023

Im Jahr 2023 haben wir bisher 4 Bildungsveranstaltungen durchgeführt. Bei den Online- und Präsenzveranstaltungen erreichten wir 250 Menschen. Die Veranstaltungen und Aktivitäten im Einzelnen:

23. Januar 2023: Online-Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz

Am 23. Januar 2023 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz für mehr als einhundert Schülerinnen und Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Hannover ein Online-Zeitzeugengespräch durch.

17. Januar 2023: Präsenz-Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Erlangen

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Ernst Grube im Januar 2023 in Erlangen (Foto: Birgit Mair)

Am 17. Januar 2023 führte Birgit Mair gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube ein Zeitzeugengespräch in Präsenz an der Städtischen Wirtschaftsschule in Erlangen durch. Holocaust-Forscherin Birgit Mair gab zunächst eine kurze Einführung ins Thema. Im Anschluss berichtete der 90-jährige Holocaust-Überlebende über sein Schicksal und das seiner Familie. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim in der Münchner Antonienstraße. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren. Via Powerpoint-Präsentation wurden Fotos aus dem Leben des Zeitzeugen präsentiert. Die Schülerinnen und Schüler stellten Fragen an Ernst Grube. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie statt.

3. Januar 2023: Präsenz-Vortrag zur Reichsbürgerszene in Franken mit Birgit Mair in Bamberg

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Birgit Mair im Januar 2023 in Bamberg (Foto: privat)

Am 3. Januar 2023 hielt Birgit Mair im gut gefüllten Saal des Tambosi in Bamberg einen Präsenz-Vortrag zur Reichsbürgerszene in Franken. Eingeladen hatte die VVN-BdA Bamberg. Etwa dreißig Menschen nahmen an der Veranstaltung teil.

11. Januar 2023: Online-Zeitzeugengespräch mit der Westerbork-Überlebenden Eva Weyl für je eine Schulklasse in Oranienburg und Löwenberg

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Eva Weyl als Kind mit ihrer Puppe(Foto: Privatbesitz Eva Weyl)
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Eva Weyl im April 2022 im Keukenhof in den Niederlanden (Foto: Birgit Mair)

Am 11. Januar 2023 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl in Kooperation mit Schlaglicht e.V. ein Online-Zeitzeugengespräch für je eine Schulklasse in Oranienburg und in Löwenberg durch. Insgesamt nahmen etwa vierzig Schülerinnen und Schüler daran teil.

Realisierte Veranstaltungen im Jahr 2022

Im Jahr 2022 haben wir insgesamt 137 Bildungsveranstaltungen durchgeführt. Bei den Online- und Präsenzveranstaltungen erreichten wir etwa 7.500 Menschen. Wir bedanken uns bei allen, die unsere Arbeit unterstützen. Die Veranstaltungen und Aktivitäten im Einzelnen:

21. Dezember 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube

Am 21. Dezember 2022 führte Birgit Mair ein Online-Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube für fünf Klassen der Staatlichen Beruflichen Schule in Ansbach durch. Holocaust-Forscherin Birgit Mair gab zunächst eine kurze Einführung ins Thema und stellte Ernst Grube vor. Im Anschluss berichtete der 90-jährige jüdische Holocaust-Überlebende Ernst Grube über sein Schicksal und das seiner Familie. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim in der Münchner Antonienstraße. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren. Via Powerpoint-Präsentation wurden Fotos aus dem Leben des Zeitzeugen präsentiert. Die Auszubildenden stellten zahlreiche Fragen an Ernst Grube.

Januar bis Dezember 2022: Buchprojekt "Die letzten Zeuginnen und Zeugen"

Von Januar bis Dezember 2022 arbeitete Birgit Mair an ihrem Buchprojekt "Die letzten Zeuginnen und Zeugen - Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden". In dem mehr als dreihundert Seiten umfassende Werk werden die Biographien der Holocaust-Überlebenden Charlotte Knobloch, Ernst Grube, Eva Weyl, Horst Bernard, Lilo Seibel-Emmerling, Esther Bejarano, Peggy Parnass, Eva Franz, Josef Jakubowicz, Franz Rosenbach, Fritz Pilz, Klara Gorlatschowa, Siegfried Heilig sowie Eva Rößner präsentiert. Vorbestellungen ab sofort unter: info@isfbb.de

Herbst 2022: Seminarmodile für "Politischbilden"

Im Herbst 2022 entwickelte Birgit Mair im Auftrag der Georg-von-Vollmar-Akademie drei Seminarmodule für das Portal "Politischbilden" des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e.V. (AdB), gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Herbst 2022: Action Bound zum Thema NSU

Im Auftrag der Georg-von-Vollmar-Akademie und in Kooperation mit der Ludwigs-Maximilian-Universität München entwickelte Birgit Mair im Herbst 2022 einen Action Bound zu den Verbrechen des NSU. Der Bound wird voraussichtlich 2023 öffentlich zugänglich sein.

12. bis 16. Dezember 2022: Projektwoche in der Franz-von-Assisi-Schule in Augsburg

Vom 12. bis 16. Dezember 2022 führte Birgit Mair mit etwa fünfzig Schülerinnen und Schülern der Franz-von-Assisi-Schule in Augsburg eine Projektwoche zu den Themenbereichen Rechtsextemismus, Neonazismus und Rechtspopulismus durch. Teil der Fortbildung war ein Online-Zeitzeugengespräch mit der jüdischen Holocaust-Überlebenden Eva Weyl und einem Geflüchteten aus Syrien. Vertiefend wurde über die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen gesprochen. Neben rechten Bewegungen auf der Straße ging es auch um extrem rechte, rechtspopulistische und neonazistische Internetplattformen.

12. Dezember 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl

Am 12. Dezember 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der jüdischen Westerbork-Überlebenden Eva Weyl ein Online-Zeitzeugengespräch für etwa Schülerinnen und Schüler der Franz-von-Assisi-Mittelschule Augsburg durch.

7. Dezember 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Weyl

Am 7. Dezember 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der jüdischen Westerbork-Überlebenden Eva Weyl ein Online-Zeitzeugengespräch für Studierende der Universität Magdeburg durch.

7. Dezember 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz

Am 7. Dezember 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz für etwa fünfzig Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Plattling ein Online-Zeitzeugengespräch durch. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

2. Dezember 2022: Vortrag über extreme Rechte in Plattling

Am 2. Dezember 2022 führte Birgit Mair in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie in der Mittelschule Plattling einen Vortrag zum Thema "Aktuelle Formen des Rechtsextremismus und Haltung dagegen zeigen" durch. Fünfzig Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte nahmen daran teil.

29. November 2022: Workshop über rechte Desinformation in Nürnberg

Am 29. November 2022 führte Birgit Mair in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie am Förderzentrum Jean-Paul-Platz in Nürnberg einen Workshops zum Thema "Rechte Desinformation und Verschwörungsideologien im Internet" durch. Etwa zwanzig Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte nahmen daran teil.

16. November 2022: Vortrag von Birgit Mair in Forchheim

Am Mittwoch, den 16. November 2022 lud das Forchheimer Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus, Bunt statt Braun e.V., ins Gasthaus ‚Marktplatz‘ nach Forchheim zu einem Vortrag von Birgit Mair ein. In einem bilderreichen powerpoint-Vortrag wurden Erscheinungsformen der extrem rechten Szene vom Rechtspopulismus bis zum Neonazismus mit Schwerpunkt Franken dargestellt und analysiert. Vertiefend wurde an den Beispielen Corona- und Energiekrise auf die Rolle von Social Media-Aktivitäten und des Internets als Brandbeschleuniger für rechte Propaganda, Desinformation, Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien eingegangen. Im Anschluss daran gab es die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum.

15. November 2022, 19.30 Uhr: Theaterstück und Podiumsdiskussion in Ansbach mit einem Überlebenden des ersten NSU-Bombenanschlags

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Mehmet O. im November 2022 in Nürnberg (Foto: Birgit Mair)

Mit Mehmet O. kam auch ein Überlebender des NSU-Terrors live zur Podiumsveranstaltung der Georg-von-Vollmar-Akademie im Rahmen des Theaterstücks "Auch Deutsche unter den Opfern" ins Theater nach Ansbach. Der gebürtige Nürnberger war 18 Jahre alt, als in seiner Kneipe "Sonnenschein" in der Nürnberger Scheurlstraße eine als Taschenlampe getarnte Bombe explodierte. Erst kürzlich wurde er im NSU-Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag als Zeuge vernommen, wovon er berichtete. An der Podiumsdiskussion beteiligte sich neben Mehmet O. auch sein Anwalt Engin Sanli. Die Moderation übernahm Birgit Mair. Die Rechtsextremismus-Expertin ist Kuratorin der Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" und begleitet seit Jahren Angehörige der NSU-Verbrechen.

11. November 2022: Ausstellungseröffnung "Die Opfer des NSU" in Hamburg

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Birgit Mair beim Vortrag im Kulturschloss Wandsbek in Hamburg (Foto: Privat)

Am 11. November 2022 eröffnete Birgit Mair ihre Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" im Kulturschloss Wandsbek in Hamburg mit einem Vortrag. Danach beantwortete sie Fragen aus dem Publikum. Thematisiert wurde unter anderem die Notwendigkeit eines NSU-Untersuchungsausschusses in Hamburg. Die Ausstellung ist bis 24. Dezember 2022 in der Kultureinrichtung zu sehen.

11. und 12. November 2022: Interviews mit Peggy Parnass in Hamburg

Am 11. und 12. November 2022 traf Birgit Mair die 95-jährige Holocaust-Überlebende Peggy Parnass in Hamburg und interviewte sie für die Buchveröffentlichung "Die letzten Zeuginnen und Zeugen".

9. November 2022: Vortrag anlässlich der Pogromnacht in Weißenburg

Mehr als achtzig Menschen kamen zur Veranstaltung am 9. November 2022 im Gemeindehaus St. Andreas. Anlässlich des Erinnerns an die Pogromnacht vom 9. November 1938 veranstaltete das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit der Sozialwissenschaftlerin Birgit Mair. Im ersten Teil ihres Vortrags hat Birgit Mair anhand einer bilderreichen Powerpoint-Präsentation einen Einblick in ihre langjährige Arbeit mit Holocaust-Überlebenden vermittelt. Dabei ging sie unter anderem auf das Leben von Charlotte Knobloch eingehen, welche die NS-Zeit im Landkreis Ansbach mit Hilfe anderer unter falschem Namen überlebte. Im Anschluss wurde erläutert, wie sich das Leben nach 1945 im Land der Täter für Angehörige der jüdischen Minderheit gestaltete und welche Folgen institutioneller Rassismus für die hier lebenden Sinti*zze und Roma*nja hatte. Im zweiten Teil wurde sie auf den erstarkenden Antisemitismus infolge der Corona-Pandemie eingegangen sowie der antisemitische Terror in Halle thematisiert. Im Anschluss daran wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet. Die Veranstaltung wurde mit mehreren Musikstücken des regionalen Gospelchors umrahmt.

9. November 2022: Refugees welcome?! in Erlangen

Am 9. November 2022 führten Birgit Mair und ein Geflüchteter aus Syrien am Emmy-Noether-Gymnasium Erlangen eine Fortbildung zum Thema "Refugees welcome?!" durch, an der sich etwa siebzig Schülerinnen und Schüler beteiligten.

8. November 2022: Ausstellungseröffnung in Alzenau

Am 8. November 2022 Birgit Mair hielt Birgit Mair im Gymnasium Alzenau zwei Vorträge über die extrem rechte Szene im Rahmen der Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern, die an dem Gymnasium gezeigt wird. Insgesamt nahmen etwa zweihundert Schülerinnen und Schüler daran teil.

8. November 2022: Fortbildung von Jugendlichen in Alzenau

Am 8. November 2022 führte Birgit Mair für interessierte Schülerinnen des Gymnasiums Alzenau eine Fortbildung durch, die sie befähigt, andere Jugendliche durch die Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern zu führen.

4. November 2022: Schüler*innencoachausbildung in Oldenburg

Am 4. November 2022 bildete Birgit Mair 25 Jugendliche der IGS Flötenteich in Oldenburg zu Schüler*innencoaches aus und befähigte sie, selbstständig Führungen durch die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" durchzuführen. Initiatorin war Jugendkulturarbeit e.V. in Oldenburg.

4. November 2022: Ausstellungseröffnung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" in Delmenhorst

Am 4. November 2022 eröffnete Birgit Mair die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" in der Volkshoschule Delmenhorst. Knapp dreißig Interessierte nahmen daran teil. Die Bürgermeisterin der Stadt Delmenhorst und der Leiter der VHS sprachen Grußworte. Initiator der Veranstaltung war der Kommunale Präventionsrat der Stadt Delmenhorst.

1. November 2022: Ausstellungseröffnung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" in Oldenburg



Am 1. November 2022 eröffnete Birgit Mair die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" mit einem Vortrag an der Helene-Lange-Schule in Oldenburg. Knapp achtzig Interessierte nahmen an der Veranstaltung in Kooperation mit Jugendkulturarbeit e.V. teil.

1. November 2022: Schüler*innencoachausbildung in Oldenburg

Am 1. November 2022 bildete Birgit Mair 25 Jugendliche der Helene-Lange-Schule in Oldenburg zu Schüler*innencoaches aus und befähigte sie, selbstständig Führungen durch die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" durchzuführen. Initiatorin war Jugendkulturarbeit e.V. in Oldenburg.

Ausstellung "Vom Arbeitsplatz abgeholt - als arbeitsscheu abgestempelt" über den Nürnberger Holocaust-Überlebenden Franz Rosenbach in Nürnberg




Vom 19. Juni bis 31. Oktober 2022 war die von Birgit Mair konzipierte Wanderausstellung "Vom Arbeitsplatz abgeholt - als arbeitsscheu abgestempelt" in Nürnberg in den Räumen der Jungen Stimme zu sehen. Die Ausstellung beschreibt das Leben des Nürnberger Sinto Franz Rosenbach (1927-2012) in nationalsozialistischen Konzentrationslagern, den institutionellen Rassismus gegen Sinti und Roma in der Nachkriegszeit sowie die Aufarbeitung seiner Verfolgungen. Herr Rosenbach überlebte das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, die Konzentrationslager Buchenwald, Mittelbau-Dora sowie einen Todesmarsch. gefördert von: Demokratie leben!
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25. Oktober Online-Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz für das Förderzentrum Nürnberg

Am 25. Oktober 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz für etwa fünfzig Schülerinnen und Schüler des Förderzentrums Jean Paul Platz in Nürnberg ein Online-Zeitzeugengespräch durch. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

21. Oktober 2022, 18 bis 20 Uhr: Veranstaltung mit zwei Holocaust-Überlebenden: Die Sintezza Eva Franz überlebte Auschwitz-Birkenau, Ernst Grube das Ghetto Theresienstadt (Präsenz-Veranstaltung in Nürnberg, Anmeldung per E-Mail an info@isfbb.de)

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Viele Menschen hörten Eva Franz und Ernst Grube zu (Foto: Birgit Mair)

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Eva mit ihren Eltern vor der Deportation nach Auschwitz-Birkenau
(Foto: Privatarchiv Eva Franz)


Am 21. Oktober 2022 fand in Nürnberg ein Zeitzeug*innengespräch mit zwei Holocaust-Überlebenden statt. Zunächst berichtete Ernst Grube, 1932 in München als Kind einer jüdischen Mutter und eines evangelischen Vaters geboren, von seinen Kindheitserinnerungen bis zur Einlieferung in das „Judenlager“ Milbertshofen. Im Anschluss darn berichtete die 82-jährige Eva Franz über ihre Erinnerungen an das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, wo sie als Kind gefangen war und wo ihr die Häftlingsnummer 4167 in den linken Unterarm eintätowiert worden war. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Initiatorin und Leiterin des Projekts "Die letzten Zeugen" des Vereins ISFBB , Birgit Mair. Mit achtzig Menschen war der Saal beim Verein Junge Stimme in der Nürnberger Südstadt voll. Ein Teilnehmer war extra aus Wien angereist. Musikalisch wurde der Abend von Eilin Herrmann (Cello) und Sabine Besinger (Flöte) begleitet. Gespielt wurden unter anderem Stücke von Gideon Klein und Django Reinhardt.ch vor der Befreiung.

Die Veranstaltung wird gefördert von: Demokratie leben!
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13. Oktober 2022: Vortrag von Birgit Mair über "Rechte Internetplattformen erkennen & Handlungsstrategien gegen Fake News, Halbwahrheiten und Desinformation" (Onlineveranstaltung)

Im ersten Teil eines bilderreichen PowerPoint-Vortrags wurden die wichtigsten extrem rechten Internetplattformen vorgestellt. Im Anschluss wurde erläutert, welche Rolle Fake News, Halbwahrheiten und Desinformation auf diesen Seiten spielen und wie Antisemitismus und antidemokratische Politikvorstellungen in der Corona-Krise befeuert wurden. Das Publikum diskutierte bei der Veranstaltung des Bündnisses Roth ist bunt mit Birgit Mair als Referentin fleißig und konstruktiv mit.

5. Oktober 2022: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube an der FOS/BOS in Weiden

Am 5. Oktober 2022 führte Birgit Mair ein Präsenz-Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube für knapp sechzig Schülerinnen und Schüler der FOS/BOS in Weiden in der Oberpfalz durch. Die Veranstaltung wurde in in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie durchgeführt. Moderatorin und Holocaust-Forscherin Birgit Mair gab zunächst eine kurze Einführung ins Thema und stellte den Zeitzeugen vor. Im Anschluss berichtete der 89-jährige jüdische Holocaust-Überlebende Ernst Grube über sein Schicksal und das seiner Familie. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim in der Münchner Antonienstraße. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren. Via Powerpoint-Präsentation wurden Fotos aus dem Leben des Zeitzeugen präsentiert. Im Anschluss daran stellten Schülerinnen und Schüler Fragen an Ernst Grube.

4. Oktober 2022: Führung durch die Ausstellung "Vom Arbeitsplatz abgeholt - als arbeitsscheu abgestempelt" über den Nürnberger Holocaust-Überlebenden Franz Rosenbach




Am 4. Oktober 2022 war die von Birgit Mair konzipierte Wanderausstellung "Vom Arbeitsplatz abgeholt - als arbeitsscheu abgestempelt" bei der Jungen Stimme in Nürnberg zu sehen. Die Ausstellung beschreibt das Leben des Nürnberger Sinto Franz Rosenbach (1927-2012) in nationalsozialistischen Konzentrationslagern, den institutionellen Rassismus gegen Sinti und Roma in der Nachkriegszeit sowie die Aufarbeitung seiner Verfolgungen. Herr Rosenbach überlebte das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, die Konzentrationslager Buchenwald, Mittelbau-Dora sowie einen Todesmarsch. 85 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aus Landshut besichtigten die Ausstellung und stellten Fragen. Überraschungsgast war die Eva Franz, eine Auschwitz-Überlebende Sintezza, der ebenfalls viele Fragen gestellt wurden.

3. Oktober 2022: Birgit Mair bei der Langen Nacht der Demokratie in Nürnberg

Am 3. Oktober 2022 berichtete Rechtsextremismusexpertin Birgit Mair im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie im Bildungszentrum der Stadt Nürnberg von ihrer Arbeit und beantwortete knapp zwei Stunden lang Fragen des Publikums.

27. September 2022: Medaillenverleihung und Online-Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz für die Geschwister-Scholl-Realschule Nürnberg

Am 27. September 2022 führte Birgit Mair in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie gemeinsam mit der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz für mehr als vierzig Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule Nürnberg durch. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde Eva Franz die Geschwister-Scholl-Medaille der Geschwister-Scholl-Realschule verliehen.

26. September 2022: Online-Talk: “Wer soll dich beschützen?”

Am 26. September 2022 war Birgit Mair Gast im Online-Talk der Jusos zum Thema “Wer soll dich beschützen?”. Es ging um den Umgang mit Hass und Hetze im Internet.

23. September 2022: Ausstellungseröffnung in Göttingen

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Birgit Mair beim Vortrag in Göttingen (Foto: Privat)

Am 23. September 2022 eröffnete Birgit Mair die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" mit einem Vortrag zum NSU-Komplex in Göttingen in der Dauerausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945". Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das Bundesprogramm Demokratie leben!

21. und 22. September 2022: Seminar für Angehörige der Bundeswehr

Am 21. und 22. September 2022 führte Birgit Mair im Auftrag der Gesellschaft für Politische Bildung e.V./Akademie Frankenwarte und Mitglied im Netzwerk politische Bildung in der Bundeswehr ein Seminar für Angehörige der Bundeswehr zum Thema "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in sozialen Medien und Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung" durch.

21. September 2022: Vortrag über extreme Rechte in Mittelfranken in Schwabach

Am 21. September 2022 hielt Birgit Mair im Gemeinschaftshaus Schwabach einen Vortrag über extrem rechte Bewegungen in Mittelfranken und Handlungsstrategien dagegen.

20. September 2022: Vortrag über extreme Rechte in Franken in Würzburg

Am 20. September 2022 hielt Birgit Mair im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Mädchengymnasium sowie der Mädchenrealschule der Ursulinen in Würzburg einen Vortrag über "Extreme Rechte in Franken und im Internet".

14. bis 15. September 2022: Fortbildung über "Extremismus, Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit für Angehörige der Bundeswehr

Vom 14. bis 15. September 2022 führte Birgit Mair im Auftrag der Gesellschaft für Politische Bildung e.V./Akademie Frankenwarte und Mitglied im Netzwerk politische Bildung in der Bundeswehr ein Seminar für Angehörige der Bundeswehr zum Thema "Extremismus, Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" durch.

6. bis 9. September 2022: Fortbildung über "Politische Meinungsbildung in alten und neuen (sozialen) Medien für die Bundeswehr in Bonn

Vom 6. bis 9. September 2022 führte Birgit Mair im Gustav-Stresemann-Tagungscenter in Bonn im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Fortbildung für die Bundeswehr zum Thema "Politische Meinungsbildung in den alten und neuen (sozialen) Medien" durch.

25. August 2022: Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" in der Stadthalle Rostock

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Romani Rose und Birgit Mair im Gespräch (Foto: Privat)

Anlässlich des Gedenkens an das Pogrom gegen geflüchtete Romnji und vietmanesische Vertragsarbeiter*innen vor dreißig Jahren im August 1992 in Rostock-Lichtenhagen war die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" in der Stadthalle Rostock zu sehen. Ausstellungsmacherin Birgit Mair führte in Kooperation mit dem Verein Soziale Bildung Rostock mit Jugendlichen der Rostocker Hundertwasserschule einen Workshop zu den Verbrechen des NSU durch und ging auch auf das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen ein. Neben weiteren Politikerinnen und Politikern besuchte auch Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrat der Sinti und Roma die Ausstellung. Vorurteile gegen Sintezze und Romnja spielten sowohl bei den NSU-Verbrechen als auch beim Pogrom in Rostock-Lichtenhagen eine Rolle.

26. Juli 2022: Drei Vorträge über Extreme Rechte, Rassismus und Verschwörungsideologien & rechte Internetplattformen in Fürth

am 26. Juli 2022 hielt Birgit Mair an der Max-Grundig-Fachoberschule in Fürth drei Vorträge zum Thema "Extreme Rechte, Rassismus und Verschwörungsideologien in Franken & rechte Internetplattformen". An den drei Veranstaltungen nahmen insgesamt etwa 120 Schülerinnen und Schüler teil.

25. Juli 2022: Fortbildung für die Bundeswehr in Würzburg

In Kooperation mit der Akademie Frankenwarte hat Birgit Mair am 25. Juli 2022 an der Jugendbildungsstätte in Würzburg für knapp dreißig Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr eine Fortbildung zum Thema "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Sozialen Medien" durchgeführt und Handlungsstrategien dagegen vorgestellt.

22. Juli 2022: Vorträge zur extremen Rechten, rechten Internetplattformen und Handlungsstrategien dagegen in Augsburg

Am 22. Juli 2022 führte Birgit Mair für die städtische Berufsschule 2, die Bebo-Wager-Schule in Augsburg ein dreiteiliges Seminar durch. Neben Erscheinungsformen der extremen Rechten und Rassismus in Bayern wurde ein Einblick in rechte Internetplattformen gegeben sowie Handlungskompetenzen im Umgang mit Social Media entwickelt. Anhand kontreter Fallbeispiele wurden Strategien im Umgang mit Rassismus entwickelt und Hilfsangebote vorgestellt. Mehr als zwanzig Schülerinnen und Schüler nahmen an dem interaktiv gestalteten Workshop teil.

21. Juli 2022: Veranstaltung über das Leben der Holocaust-Überlebenden Eva Franz (Online)

Am 21. Juli 2022 veranstaltete Holocaust-Forscherin Birgit Mair in Kooperation mit dem Katholischen Jugendsozialwerk München e. V. einen Online-Vortrag für mehrere Schulklassen in Landshut. Es ging um die Geschichte der Sinti und Roma und insbesondere um das Leben der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz.

20. Juli 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube für die Anton-Jaumann-Realschule Wemding

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Ernst Grube und Birgit Mair waren online zugeschaltet worden (Foto: Christian Neubauer)

Am 20. Juli 2022 führte Birgit Mair ein Online-Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube für die Anton-Jaumann-Realschule Wemding durch. Mehr als sechzig Schülerinnen und Schüler, die in der Aula versammelt waren, beteiligten sich an der Veranstaltung, die in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie durchgeführt wurde. Moderatorin und Holocaust-Forscherin Birgit Mair gab zunächst eine kurze Einführung ins Thema und stellte den Zeitzeugen vor. Im Anschluss berichtete der 89-jährige jüdische Holocaust-Überlebende Ernst Grube über sein Schicksal und das seiner Familie. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim in der Münchner Antonienstraße. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren. Via Powerpoint-Präsentation wurden Fotos aus dem Leben des Zeitzeugen präsentiert. Während des Vortrags wurde auf Wunsch des Zeitzeugen aufgrund der großen Hitze eine kurze Pause eingelegt und die Moderatorin sammelte die ersten Fragen. Im Anschluss an den Vortrag stellten die Schülerinnen und Schüler Fragen an den Zeitzeugen.

18. und 19. Juli 2022: Vier Online-Vorträge zum Thema "Umgang mit Medien" für das Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt

Am 18. und 19. Juli 2022 hielt Birgit Mair vier Vorträge zum Thema „Umgang mit Medien“ für insgesamt knapp 100 Schülerinnen und Schüler des Regiomontanus-Gymnasiums im unterfränkischen Haßfurt.

13. Juli 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebende Eva Franz für das Gymnasium Renningen

Am 13. Juli 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz für mehr als 120 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Renningen ein Online-Zeitzeugengespräch durch.

11. Juli 2022: Vortrag zur Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" durch Birgit Mair in München

Am 4. Jahrestag der Urteilsverkündung im NSU-Prozess hielt Ausstellungsmacherin Birgit Mair in den Räumen der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern in München einen Vortrag zur Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen". Etwa 20 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil. Die Ausstellung wurde bisher mehr als 230 Mal bundesweit gezeigt.

6. Juli 2022: Auschwitz-Überlebende in Fürth

Am 6. Juli 2022 führte die Sinzetta Eva Franz an der Ludwig-Erhard-Schule in Fürth ein Zeitzeugengespräch für etwa vierzig Schülerinnen und Schüler durch. Kooperationspartner war das Projekt "Respect Coaches" des Internationalen Bundes Fürth.

6. Juli 2022: Theresienstadt-Überlebender für Schule in Nürnberg (Online)

Am 6. Juli 2022 führte der Theresienstadt-Überlebender Ernst Grube für drei Klassen der Geschwister-Scholl-Realschule Nürnberg ein Online-Zeitzeugengespräch durch. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

5. Juli 2022: Workshop zu Zivilcourage in Oberviechtach

Am 5. Juli 2022 führte Birgit Mair für die 10. Klassentufe der Doktor-Eisenbarth-Schule in Oberviechtach einen workshops "Zivilcourage gegen Stammtischparolen". Neben Fallbeispielen wurden auch Handlungsstrategien zum Umgang mit Fake News, Verschwörungstheorien und Desinformation im Internet vermittelt. Der Workshop fand statt im Zusammenhang mit der Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern.

1. Juli 2022: Führung zu Tatorten des NSU in Nürnberg

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Birgit Mair (links) bei der Führung am 2022 errichteten Ismail-Yasar-Platz in Nürnberg (Foto: Privat)

Am 1. Juli 2022 unternahm Birgit Mair für Studierende des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg eine dreistündige Führung zu Tatorten des NSU in Nürnberg. Besonders bewegend waren die wohlwollenden und lobenden Kommentare von Anwohnerinnen und Anwohnern des Isamil-Yasar-Platzes in der Nähe der Scharrerschule in Nürnberg.

30. Juni 2022: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Scheinfeld (Präsenz)

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Eva Franz am 30. Juni 2022 im Beruflichen Schulzentrum Scheinfeld (Foto: Birgit Mair)

Am 30. Juni 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz für 80 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Schulzentrums Scheinfeld ein Präsenz-Zeitzeugengespräch durch.

27. Juni 2022: Präsenz-Zeitzeugengespräch mit Charlotte Knobloch in Nürnberg


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Die 89-jährige Charlotte Knobloch am Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg
(Foto: Birgit Mair)
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Charlotte Knobloch am Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg (Foto: Birgit Mair)

Am 27. Juni 2022 fand im Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Charlotte Knobloch statt. Neben dem Schulleiter sprach auch Daniela Eisenstein, die Leiterin des Jüdischen Museums Fürth, ein Grußwort. Etwa 150 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und interessierte Eltern nahmen an der Veranstaltung teil, die vom P-Seminar "Zeitzeugeninterviews" veranstaltet wurde. Moderiert und mitorganisiert wurde der Abend von Birgit Mair, die das Projekt "Die letzten Zeugen" initiiert hat.

24. und 25. Juni 2022: Filminterview mit der Holocaust-Überlebenden Peggy Parnass in Hamburg

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Peggy Parnass bei der Einschulung
(Foto: Privatbesitz Peggy Parnass)
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Peggy Parnass im Juni 2022 in Hamburg (Foto: Birgit Mair)

Am 24. und 25. Juni 2022 führte Birgit Mair mit der 94-jährigen Peggy Parnass in Hamburg Interviews zum Schicksal ihrer Familie durch. Ihre jüdischen Eltern wurden von den Nationalsozialisten in Treblinka ermordet. Sie und ihr jüngerer Bruder gelangten mit Hilfe eines Kindertransports nach Schweden und überlebten. Ihre Lebensgeschichte wird Ende 2022 im von Birgit Mair verfassten Buchprojekt "Die letzten Zeugen" veröffentlicht.

23. Juni 2022: Workshop "Rechte Desinformation und Verschwörungsideologien in Metz" in Neustadt an der Aisch (Präsenzveranstaltung)

Am 23. Juni 2022 führte Birgit Mair mit Auszubildenden der Berufsschule Neustadt an der Aisch einen Workshop zum Thema "Rechte Desinformation und Verschwörungsideologien in Metz" durch. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

22. Juni 2022: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Weißenburg (Präsenz)

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Eva Franz am 22. Juni 2022 im Gymnasium Weißenburg (Foto: Birgit Mair)

Am 22. Juni 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz für 60 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Weißenburg in Bayern ein Präsenz-Zeitzeugengespräch durch. Die Veranstaltung fand statt in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie.

21. Juni 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit dem Theresienstadt-Überlebenden Ernst Grube

Am 21. Juni 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube ein Online-Zeitzeugengespräch für die Berufsschule in Neustadt an der Aisch durch. Mehr als zwanzig Auszubildende nahmen daran teil. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie durchgeführt.

20. Juni 2022: Vortrag "Was tun gegen Nazis am Hasenbuck?" mit Birgit Mair in Nürnberg

Am 20. Juni 2022 hielt Birgit Mair in einem Seminarraum des südpunkt Nürnberg einen Vortrag zum Thema "Was tun gegen Nazis am Hasenbuck?". Spätestens seit der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) sich 1995 mit Gleichgesinnten in der Kneipe „Tiroler Höhe“ am Hasenbuck in Nürnberg traf ist klar, dass in diesem Stadtteil rechte Umtriebe existieren. Die „Tiroler Höhe“ war ein Kristallisationspunkt der extrem rechten Szene der 1990er Jahre. Immer wieder werden am Hasenbuck bis heute Flugblätter verteilt, sie sind als „Bürgerwehr“ durch den örtlichen Park patrouilliert. Mehr als zwanzig Interessierte beteiligten sich an dem vom Bündnis "Solidarischer Hasenbuck" initiierten Vortrag von Birgit Mair.

18. Juni 2022: ISFBB-Ausstellung und Rede von Birgit Mair Straßenfest gegen Rassismus in Nürnberg

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Stadtrat Michael Ziegler, Birgit Mair, Eylem Gün und Frank Hotze beim Straßenfest gegen Rassismus 2022 (Foto: Rüdiger Löster)

Am 18. Juni 2022 fand auf dem Aufseßplatz in Nürnberg das 8. Straßenfest gegen Rassismus und Diskriminierung - für ein besseres Zusammenleben statt. Um 16.45 Uhr sprach Birgit Mair ein Grußwort. Auf dem Straßenfest war die Ausstellung "Vom Arbeitsplatz abgeholt - als arbeitsscheu abgestempelt" über den Nürnberger Holocaust-Überlebenden Franz Rosenbach zu sehen. Seine Lebensgeschichte ist im Buch "Die letzten Zeugen" dokumentiert.

15. Juni 2022: Auch zwei Jahre nach Hanau sind viele Fragen offen. Armin Kurtović, der Vater des ermordeten Hamza Kurtović, im Gespräch mit Birgit Mair (Online-Veranstaltung)

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Armin Kurtović im August 2021 vor einer Gedenktafel für Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau. Links im Bild ist sein Sohn, Hamza Kenan Kurtović zu sehen. Er wurde nur 22 Jahre alt. (Foto: Birgit Mair) Am 15. Juni 2022 fand eine von Birgit Mair moderierte Online-Veranstaltung mit Armin Kurtovic statt, dem Vater des 2020 in Hanau ermordeten Hamza Kurtovic. Vier Monate nach dem neonazistischen Attentat von Halle ereignete sich im hessischen Hanau eine weitere rassistische Mordserie, der zehn Menschen zum Opfer fielen. Sieben weitere wurden verletzt. Die Tat ereignete sich am 19. Februar 2020. Einer der Ermordeten war der 22-jährige Hanauer Hamza Kurtović. Für die Angehörigen der Ermordeten sind auch mehr zwei Jahre nach der Tat viele Fragen ungeklärt. Warum war der polizeiliche Notruf in der Tatnacht nicht erreichbar? Warum war der Fluchtweg in der Arena-Bar verschlossen? Warum durfte der Täter ganz legal einen Waffenschein besitzen? Warum hat man nicht auf die Schreiben des Täters an die Behörden reagiert? Welche Konsequenzen haben rassistische und rechtsradikale Umtriebe innerhalb der Polizei? Welche Rolle spielten Polizeibeamte des Frankfurter SEK, die wegen rechtsextremer Chatgruppen vom Dienst suspendiert wurden, in der Tatnacht in Hanau? Warum hat man dem Vater des Mordopfers einen Dolmetscher geschickt, obwohl er in Schweinfurt geboren wurde? Welche dieser Fragen hat der in Hessen eingesetzte Untersuchungausschuss bisher beantwortet? Diese und weitere Fragen beantwortete Armin Kurtović, der Vater des ermordeten Hamza Kurtović im Gespräch mit Birgit Mair. Sie interviewte den in Schweinfurt geborenen, vierfachen Familienvater im August 2021 in Hanau. Die Online-Veranstaltung fand statt in Kooperation mit dem Jugendforum Nordstadt/Planerladen.

14. Juni 2022: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Ingolstadt (Präsenzveranstaltung)

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Ernst Grube im Juni 2022 im Stadtmuseum Ingolstadt (Foto: Birgit Mair)

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Ernst Grube und Birgit Mair im Juni 2022 im Stadtmuseum Ingolstadt (Foto: Sophie Krug)

Am 14. Juni 2022 fand im Barocksaal des Stadtmuseums Ingolstadt ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt. Mehr als dreißig Interessierte nahmen an der Veranstaltung der Omas gegen Rechts im Rahmen der Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern teil. Moderiert wurde der Abend von Holocaust-Forscherin Birgit Mair.

Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren.

Bis heute kämpft Ernst Grube aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus. Für sein Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Georg-Elser-Preis der Landeshauptstadt München sowie dem Münchner Bürgerpreis für Demokratie – gegen Vergessen. Ernst Grube ist Präsident der Lagergemeinschaft Dachau e.V. und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Bayerische Gedenkstätten.

10. Juni 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit dem Theresienstadt-Überlebenden Ernst Grube

Am 10. Juni 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube ein Online-Zeitzeugengespräch für eine Schule in Oranienburg und eine weitere Schule durch. Mehr als vierzig Jugendliche nahmen daran teil. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Verein Schlaglicht e.V. durchgeführt.

9. Juni 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit der Westerbork-Überlebenden Eva Weyl für die Limesschule Altenstadt


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Eva Weyl als Kind mit ihrer Puppe
(Foto: Privatbesitz Eva Weyl)
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Eva Weyl im April 2022 im Keukenhof in den Niederlanden (Foto: Birgit Mair)

Am 9. Juni 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl ein Online-Zeitzeugengespräch für 75 Schülerinnen und Schüler der Limesschule in Altenstadt durch. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit "Mitmischen - Demokratie leben! e.V. Partnerschaft für Demokratie östliche Wetterau" statt.

8. Juni 2022: Präsenz-Zeitzeugengespräch für 600 Schülerinnen und Schüler mit dem Holocaust-Überlebenden Horst Bernard in Zweibrücken

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Horst Bernard am 8. Juni 2022 im Hofenfels-Gymnasium Zweibrücken (Foto: Birgit Mair)
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Aula des Hofenfels-Gymnasium Saarbrücken. Auf der Leinwand sieht man Horst Bernard als Baby. (Foto: Birgit Mair)
Mehr als sechshundert Menschen beteiligten sich am 8. Juni 2022 an einem Präsenz-Zeitzeugengespräch mit Horst Bernard am Hofenfels-Gymnasium in Zweibrücken (Rheinland-Pfalz). Im Anschluss an den einstündigen Vortrag beantwortete Horst Bernard noch Fragen aus dem Publikum. Horst Bernard wurde 1932 als Kind eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen Mutter geboren. Die Eltern waren im saarländischen Widerstand gegen die Nationalsozialisten aktiv. Nachdem das Saarland 1935 nationalsozialistisch wurde, floh die Familie nach Frankreich, wo sich die Eltern der Résistance anschlossen und überlebten. Horst Bernard berichtete von den nationalsozialistischen Verfolgungen und den Widerstandsleistungen seiner Eltern. Der Zeitzeuge wurde von Birgit Mair betreut und sie moderierte und dokumentierte die Veranstaltung.

3. bis 5. Juni 2022: Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" beim Tribunal NSU-Komplex auflösen in Nürnberg - Berührende Vorträge und Podiumsdiskussion mit Betroffenen rassistischer Gewalt

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Menschen, die durch rassistische Gewalt ihre Angehörigen verloren oder rassistische Anschläge überlebten, berichteten von ihren Erfahrungen (Foto: Birgit Mair)
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Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek; sehen sich die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" an (Foto: Birgit Mair)
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Mehmet O., Birgit Mair und Okan Taşköprü (Fotorechte: ISFBB e.V.)
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Mehmet O., Birgit Mair und Okan Taşköprü (Fotorechte: ISFBB e.V.)
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Okan Taşköprü betrachtet die Ausstellungstafel für seinen ermordeten Onkel (Foto: Birgit Mair)
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Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek; beim Tribunal "NSU-Komplex auflösen" in Nürnberg (Foto: Birgit Mair)
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Mehmet O. und Okan Taşköprü (Foto: Birgit Mair)

Vom 3. bis 5. Juni 2022 war die von Birgit Mair erstellte Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" beim Tribunal NSU-Komplex auflösen in Nürnberg zu sehen. Am Nachmittag des 4. Juni fand im Schauspiel des Staatstheaters Nürnberg eine berührende Veranstaltung statt, bei der zahlreiche Betroffene über Überlebende rassistischer Gewalt in Deutschland zu Wort kamen. Dort sprachen unter anderem Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek, die ihre Väter durch den neonazistischen Terror des NSU verloren haben, Mehmet O., der bei dem Bombenanschlag des NSU auf seine Pilsbar "Sonnenschein" im Jahr 1999 in Nürnberg schwer verletzt wurde, Okan Taşköprü, der seinen Onkel nie richtig kennen lernen konnte, weil dieser 2001 in Hamburg vom NSU ermordet wurde, eine Mutter und ein Vater, die ihren 14jährigen Sohn beim rassistischen Anschlag 2016 am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München verloren haben, eine Frau, die ihre Schwester bei einem rassistischen Brandanschlag vor 27 Jahren in Lübeck verloren hat, ein Überlebender des neonazistischen Anschlags auf den Kiez-Döner in Halle im Jahr 2019 und der Bruder von Fatih Saraçoğlu, der durch die rassistisch motivierte Tat eines Verschwörungsideologen 2020 in Hanau ermordet wurde. Birgit Mair moderierte den Slot mit Okan Tasköprü und Mehmet O.. Etwa 500 Zuschauerinnen und Zuschauer beteiligten sich an der Veranstaltung und mehrere hundert Menschen sahen sich die im Jahr 2021 aktualisierte Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" an, die am Vorplatz des Staatstheaters aufgebaut war.

2. Juni 2022: Vortrag von Birgit Mair "Die extrem rechte Szene in Franken und im Internet" in Würzburg (Präsenz)

Am 2. Juni 2022 hielt Birgit Mair im AWO-Treff des Felix-Fechenbach-Hauses in Würzburg einen Vortrag zum Thema "Die extrem rechte Szene in Franken und im Internet". Zunächst wurden Erscheinungsformen der extrem rechten Szene vom Rechtspopulismus bis zum Neonazismus im Raum Franken dargestellt und analysiert. Beleuchtet wurden neuere Methoden und Strategien im Zeitraum von 2015 bis 2022 sowie die Verbindung in das Querdenken-Milieu. Neben der Vorstellung der wichtigsten extrem rechten Internetplattformen wurde erläutert, welche Rolle Fake News, Halbwahrheiten und Desinformation in der Szene spielen. Im Anschluss an den Vortrag gab es die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum. Etwa vierzig Menschen nahmen an der Veranstaltung teil. Veranstalterin war die Akademie Frankenwarte.

1. Juni 2022: Präsenz-Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz

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Eva Franz und Birgit Mair in der Berufsschule Weißenburg (Foto: Privat)

Am 1. Juni 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz für 60 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Schulzentrums Weißenburg in Bayern ein Präsenz-Zeitzeugengespräch durch.

31. Mai 2022: Fortbildung für die Bundeswehr

Am 31. Mai 2022 führte Birgit Mair im Auftrag der Akademie Frankenwarte in Würzburg ein Seminar zum Thema "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Internet" für dreißig Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr durch.

30. Mai 2022: Fortbildung für die Bundeswehr

Am 30. Mai 2022 führte Birgit Mair im Auftrag der Akademie Frankenwarte in Würzburg ein Seminar zum Thema "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Internet" für dreißig Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr durch.

27. Mai 2022: Die Verbrechen des NSU - auch in Bayern viele Fragen offen - Präsenzvortrag mit Birgit Mair in Nürnberg

Auf Einladung der Karl-Bröger-Gesellschaft fand am 27. Mai 2022 in Nürnberg eine Vortragsveranstaltung mit Birgit Mair zum Thema "Die Verbrechen des NSU - auch in Bayern viele Fragen offen" statt. In keinem anderen Bundesland mordete der NSU mehr als in Bayern. Besonders betroffen ist Nürnberg mit drei Todesopfern und einem aus der Sicht der Verbrecher mißglückten Bombenanschlag mit einem schwer Verletzten. Seit 19. Mai 2022 beschäftigt sich ein zweiter bayerischer NSU-Untersuchungsausschuss mit dem Thema. Die Nürnberger Rechtsextremismus-Expertin berichtete, wie die Angehörigen der Ermordeten und Überlebenden die Zeit vor und nach den Anschlägen erlebten. Sie ging auf Fragen ein, die bisher nicht ausreichend beantwortet worden sind. Die Diplom-Sozialwirtin (Univ.) beobachtete und protokollierte in den Jahren 2012 und 2013 den ersten NSU-Untersuchungsausschuss im bayerischen Landtag. Ihre Wanderausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" wurde bundesweit mehr als 230 Mal gezeigt. Für ihr Engagement gegen Rechts wurde ihr 2022 die Karl-Bröger-Medaille verliehen. Im Verlauf der Veranstaltung wurden zahlreiche Fragen aus dem Publikum beantwortet.

27. Mai 2022: Präsenz-Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Charlotte Knobloch in Nürnberg

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Charlotte Knobloch (geb. Neuland) als "Lotte Hummel" im mittelfränkischen Arberg 1944. Der Mann im Hintergrund ist Bauer Hummel. (Fotograf unbekannt: Reproduktion Birgit Mair August 2021, veröffentlicht mit Einverständnis von Charlotte Knobloch)
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Charlotte Knobloch im Alter von 89 Jahren im Mai 2022 in Nürnberg (Foto: Birgit Mair)
Mehr als vierzig Schülerinnen und Schüler der Städtischen und Staatlichen Wirtschaftsschule sowie einigen Lehrkräfte nahmen am 27. Mai 2022 an einem Zeitzeugengespräch mit der Shoa-Überlebenden Charlotte Knobloch in Nürnberg teil.

Die 89-jährige Zeitzeugin berichtete aus ihrem bewegten Leben. Charlotte Knobloch wurde 1932 in München als Charlotte Neuland geboren. Ihre Mutter war zum Judentum übergetreten, ließ sich aber auf Druck der Nazis vom jüdischen Vater der Zeitzeugin scheiden. Ihre geliebte Großmutter, Albertine Neuland, wurde am 19. Januar 1944 in Theresienstadt ermordet. Ihr Vater, Fritz Neuland, musste Zwangsarbeit für die Rüstungsindustrie leisten. Zuvor initiierte er eine Rettungsaktion für sein einziges Kind. Charlotte überlebte unter falschem Namen und einer erfundenen Identität von 1942 bis 1945 bei einer Bauernfamilie im mittelfränkischen Arberg. Charlotte Knobloch bereitete nach dem Krieg zunächst eine Auswanderung vor, blieb schließlich aber doch in München. Sie war von 2006 bis 2010 Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und bekleidet seit 1985 das Amt der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Im Anschluss an ihren Vortrag stellten Schülerinnen und Schüler zahlreiche Fragen.

Es handelte sich um eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Städtischen und Staatlichen Wirtschaftsschule Nürnberg und dem Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V.. Moderiert wurde der Zeitzeugenvortrag von Birgit Mair, der Initiatorin des ISFBB-Projekts "Die letzten Zeugen" (www.die-letzten-zeugen.de).

25. Mai 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit der Westerbork-Überlebenden Eva Weyl für je eine Schulklasse in Oranienburg und Löwenberg


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Eva Weyl als Kind mit ihrer Puppe
(Foto: Privatbesitz Eva Weyl)
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Eva Weyl im April 2022 im Keukenhof in den Niederlanden (Foto: Birgit Mair)

Am 25. Mai 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl in Kooperation mit Schlaglicht e.V. ein Online-Zeitzeugengespräch für je eine Schulklasse in Oranienburg und in Löwenberg durch. Insgesamt nahmen etwa fünfzig Schülerinnen und Schüler daran teil.

25. Mai 2022: Vortrag mit Andrea Röpke: Völkische Siedler*innen in Niederbayern - Präsenzveranstaltung mit Birgit Mair als Moderatorin in Dingolfing

Jan Nowak, Birgit Mair und Andrea Röpke in Dingolfing (Foto: Privat)

Innerhalb des rechtsextremen Milieus greift die Strategie um sich, hinter der Fassade eines ökologisch-bäuerlichen Lebensstils ländliche Regionen zu besiedeln. Dahinter steckt das Ziel, die Ideologie eines völkischen Nationalismus zu verbreiten und rechtsextreme, antisemitisch ausgerichtete Strukturen aufzubauen. Im vergangenen Jahr erschien die Broschüre „Naturliebe und Menschenhass – Völkische Siedler*innen in Bayern, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen". Andrea Röpke legt in der Handreichung gemeinsam mit weiteren Autor*innen einen Fokus auf die aktuelle Entwicklung der „Völkischen Bewegung“ in den genannten Bundesländern. Die preisgekrönte Journalistin Andrea Röpke und Jan Nowak von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Bayern referierten in der Herzogsburg Dingolfing über das Phänomen der völkischen Landnahme und diskutierten mit dem Publikum. Die Moderation übernahm Birgit Mair vom ISFBB e.V. Veranstalterin war die Petra-Kelly-Stiftung in Kooperation mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Bayern und dem Bund Naturschutz Kreisgruppe Dingolfing Landau.

24. Mai 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit der Westerbork-Überlebenden Eva Weyl für je eine Schulklasse in Luckau und Dahme

Am 24. Mai 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl in Kooperation mit Schlaglicht e.V. ein Online-Zeitzeugengespräch für je eine Schulklasse in Luckau und Dahme durch. Insgesamt nahmen etwa fünfzig Schülerinnen und Schüler daran teil.

6. Mai 2022, 19-21 Uhr: Rechte Bewegungen in Bayern: Fokus auf Völkische SiedlerInnen (online)

Am Freitag, 6. Mai 2022 diskutierten unter dem Titel "Rechte Bewegungen in Bayern: Fokus auf Völkische SiedlerInnen" Sebastian Lipp, Journalist und Chefredakteur bei Allgäu rechtsaußen, Dr. Nasser Ahmed, Politikwissenschaftler, Stadtrat in Nürnberg und Vorsitzender der NürnbergSPD sowie Birgit Mair, Diplom-Sozialwirtin (Univ.), Rechtsextremismus-Expertin mit besonderem Fokus auf Bayern, Trägerin der Karl-Bröger-Medaille, ISFBB e.V. über die Entwicklung der extremen Rechten in Bayern, wobei vertiefend die Szenen in Franken und im Allgäu beleuchtet wurden. Dreißig Interessierte hatten sich zugeschaltet, Veranstalterin war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

6. Mai 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit der Westerbork-Überlebenden Eva Weyl

Am 6. Mai 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der jüdischen Westerbork-Überlebenden Eva Weyl ein Online-Zeitzeugengespräch für zwei Schulklassen der städtischen Berufsoberschule für Gesundheit und Sozialwesen Nürnberg durch. Mit dabei war auch ein Praktikant der Gedenkstätte Westerbork. Eva Weyl war als Kind mit ihren Eltern in dem von den Nationalsozialisten besetzten Niederlanden gefangen. Eva Weyl sprach sich dafür aus, dass der 8. Mai in Deutschland ein Feiertag werden solle. Dabei bezog sie sich auf die Forderung der 2021 verstorbenen Holocaust-Überlebende Esther Bejarano. Die Online-Veranstaltung fand in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie statt.

5. Mai 2022: Online-Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz

Am 5. Mai 2022 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz für 150 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Schulzentrums Bad Windsheim ein Online-Zeitzeugengespräch durch. Kooperationspartner war das Programm "Respekt Coach" von EJSA Rothenburg ob der Tauber.

4. Mai 2022: Zwei Fortbildungen in Würzburg

Am 4. Mai 2022 führte Birgit Mair im Rahmen der Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" an der Fritz-Oberthür-Schule in Würzburg zwei Fortbildungen durch. Am Vormittag hielt sie einen Vortrag für Schülerinnen und Schüler zum Thema "Extreme Rechte, Rassismus und Verschwörungsideologien in Franken und im Internet" und am Nachmittag bildete Sie Lehrkräfte zum Umgang mit Desinformation, Halbwahrheiten und rechter Agitation im Unterricht fort. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Akademie Frankenwarte Würzburg statt.

3. Mai 2022: Vortrag „Extreme Rechte, Rassismus in Bayern sowie Verschwörungsideologien und rechte Internetplattformen“ (Online)

Am 3. Mai 2022 führte Birgit Mair einen Vortrag zum Thema „Extreme Rechte, Rassismus in Bayern sowie Verschwörungsideologien und rechte Internetplattformen“ für achtzig Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Fachschule für Heilerziehungspflege Griesstätt durch.

2. Mai 2022: Als Kind in Auschwitz: Online-Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Franz

Am 2. Mai 2022 beteiligten sich etwa 140 Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule 1 in Ansbach an einem Zeitzeugengespräch mit der der Holocaust-Überlebenden Eva Franz. Die Moderation der Veranstaltung übernahm Birgit Mair. Eva Franz wurde 1940 in Gablonz an der Neiße geboren. Sie und überlebte das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie die KZ Ravensbrück und Bergen-Belsen. Viele ihrer Familienmitglieder wurden ermordet, darunter ihre Schwester und ihre Mutter. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit Sozialarbeiterin und Diakonin dem Projekt „Respekt Coaches“ von EJSA Rothenburg durchgeführt.

26. April 2022: Moderation "Putins Krieg und die neue Rechte"

Am 26. April 2022 moderierte Birgit Mair im Auftrag der Petra-Kelly-Stiftung die Online-Veranstaltung „Putins Krieg und die neue Rechte“ mit der österreichischen Politikwissenschaftlerin und
 
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