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Titel des Dokuments: Bildungsangebote 2019/2020
 

Bildungsangebote gegen Neonazismus, Rechtspopulismus und Rassismus Angebote 2019/2020

Unsere Bildungsangebote für die Jahre 2018/2019 zum Ausdrucken (2 Seiten, PDF-Format)

Zielgruppen: Jugendliche aller Schultypen ab 14 Jahren sowie Erwachsene
Dauer Vorträge: 1,5 bis 2 Stunden
Dauer Workshops: 3-6 Stunden
Durchführung: Birgit Mair, Diplom-Sozialwirtin (Univ.), Buchautorin, Ausstellungskuratorin, Rechtsextremismus-Expertin

Modul 1 A: Neonazismus, neuere extreme Rechte und Rassismus in Deutschland und Handlungsstrategien dagegen (Vortrag)

Anhand einer bilderreichen powerpoint-Präsentation wird die Entwicklung der extrem rechten Szene in Deutschland dargestellt (Parteien, Strategien, Themenfelder). Anhand konkreter Beispiele werden Ursachen und Handlungsstrategien dagegen aufgezeigt. Je nach Veranstaltungsort wird auf regionale Besonderheiten (z.B. Franken/Bayern usw.) eingegangen. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum.

Vortrag von Birgit Mair. Dauer: 90 bis 120 Minuten
Preis Vortrag: 250-300 Euro (je nach Entfernung von Nürnberg) zzgl. Reisekosten.

Modul 1 B: Extreme Rechte im Internet, rechte Jugendangebote, Nazi-Musik & Fake-News enttarnen (Vortrag)

Anhand einer bilderreichen powerpoint-Präsentation zeigt Birgit Mair Lockangebote an Jugendliche aus der extrem rechten Szene auf, klärt über die Bandbreite neonazistischer Musik auf und erklärt Strategien zum Erkennen von Fake-News. Vortrag von Birgit Mair: Dauer 90 bis 120 Minuten.
Preis: 250-300 Euro je nach Entfernung von Nürnberg zzgl. Reisekosten

Modul 2: Refugees welcome!? - Vortrag und Gespräch mit einer/einem Flüchtling (Vortrag, moderiertes Gespräch)

Im ersten Teil berichtet ein Mensch mit Fluchterfahrung aus seinem Leben. Birgit Mair moderiert die Veranstaltung und übersetzt nach Bedarf aus dem Englischen. Nachdem alle Fragen aus dem Publikum beantwortet wurden, gibt Birgit Mair anhand einer bilderreichen Powerpoint-Präsentation einen Überblick über den Themenbereich Flucht und Asyl.

Preis Vortrag und biographisches Gespräch mit einem Geflüchteten: 300-500 Euro (je nach Entfernung von Nürnberg) zzgl. Reisekosten.

Modul 3: Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden (Vortrag, Dauer: 90 Minuten)

Birgit Mair moderiert die Veranstaltung, bettet die Erzählungen der Zeitzeugen in den historischen Kontext ein und präsentiert Bilder und Dokumente aus deren Leben. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum. =""
Eva Franz beim Zeitzeugengespräch in Scheinfeld

Eva Franz (geb. Christ) wurde 1940 in Gablonz an der Neiße geboren. Als sie zweieinhalb Jahre alt war, wurde sie gemeinsam mit ihrer Familie in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurde ihr die Häftlingsnummer 4167 in den linken Unterarm eintätowiert. Frau Franz trägt die Nummer bis heute. Ihre Schwester kam in Auschwitz ums Leben. Gegen Kriegsende wurde Eva mit ihrer Mutter in das Frauen KZ Ravenbrück und in das KZ Bergen-Belsen deportiert, wo die Mutter der fast Fünfjährigen starb.

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Die kleine Klara kurz nach der Befreiung

Klara Gorlatschowa (geb. Schwarz), wurde 1938 als Kind einer jüdischen Familie in Trostjanez in der Sowjetunion geboren. Nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht wurde Klara mit ihren Eltern in ein Todeslager in Petschory (heute Pechera, Winnyzja, Ukraine) deportiert. In einem ehemaligen Sanatorium wurde das Kind für medizinische Experimente missbraucht. Der Vater wurde bei dem Versuch, Nahrungsmittel zu organisieren, vor den Augen der Mutter erschlagen. Ihre Großmutter starb ebenfalls in dem Todeslager, in dem 11.000 Jüdinnen und Juden aus Rumänien, Moldawien und der Ukraine gefangen waren. Nur einige hundert Menschen überlebten den Holocaust in diesem Lager. Mutter und Tochter gelang die Flucht über den zwei Meter hohen Zaun in die Wälder. Bis zur Befreiung durch die Rote Armee 1944 waren sie im Ghetto Werchowka interniert. Frau Gorlataschowa lebt seit 1997 als "Kontingentflüchtling" in Mittelfranken. Die Erzählungen der Zeitzeugin werden von einer Dolmetscherin übersetzt.
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Siegfried Heilig und Birgit Mair bei einem Zeitzeugengespräch 2016 in Neumarkt
(Foto: Daniela Meyer Fotografie)

Siegfried Heilig (geb. 1934) wuchs in Magdeburg auf. Am 1. März 1943 sollten alle Sinti und Roma aus Magdeburg in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert werden. Dank der Courage der Großmutter entging die Familie nur knapp der Gestapo. Es gelang der Familie Heilig bis zur Befreiung unbemerkt an verschiedenen Orten Brandenburgs zu überleben. Vater, Mutter, Siegfried und seine beiden Brüder konnten mit Hilfe anderer ihre Identität verbergen und blieben unbemerkt. Die mutige Oma wurde im September 1943 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Auch Michael Heilig, der Onkel des Zeitzeugen, kam in Auschwitz um.

Preis pro Zeitzeugengespräch:
Je nach Entfernung von Nürnberg 350-500 Euro zzgl. Reisekosten.

Beachten Sie das Angebot zur Durchführung von Zeitzeugengesprächen in Bayern unseres Kooperationspartners Georg-von-Vollmar-Akademie

Modul 4: Ausstellungen

Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" Die Ausstellung wurde bundesweit mehr als 170 Mal gezeigt. Weitere Informationen

Ausstellung "Vom Arbeitsplatz abgeholt - als arbeitsscheu abgestempelt" über den Holocaust-Überlebenden Sinto Franz Rosenbach
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Ausstellung "Überlebensberichte von Josef Jakubowicz"
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Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" Die 2018 neu konzipierte Ausstellung "Rechtsradikalismus in Bayern" des BayernForums der Friedrich-Ebert-Stiftung klärt auf 17 Tafeln zu verschiedenen Aspekten der extremen Rechten und des Rechtspopulismus auf. Diese Ausstellung sowie ein dazugehöriger Einführungsvortrag durch Birgit Mair kann im Großtraum Nürnberg über uns gebucht werden. Es entstehen lediglich Versandkosten von ca. 20 Euro.
Weitere Informationen

Modul 5: Argumentationstraining gegen Stammtischparolen (Workshop)

In dem Kommunikationsseminar wird gelernt, wie auf rassistische, menschenfeindliche Äußerungen im sozialen Umfeld (Klassenzimmer, Arbeitsplatz, Allltag...) kompetent reagiert werden kann.

Preis Workshop (Dauer: 3-6 Stunden) 300-500 Euro je nach Dauer und Entfernung von Nürnberg zzgl. Reisekosten.

Modul 6: Antisemitismus und Antimuslimismus gestern und heute

Birgit Mair zeigt in ihrem bilderreichen Vortrag wie sich der Hass auf Jüdinnen und Juden seit dem Mittelalter bis heute entwickelte und analysiert Parallelen des Antisemitismus der 1920er Jahre mit dem heutigen Antimuslimismus in europäischen Ländern. Sie geht auch auf die stärker werdende Holocaust-Leugner-Szene ein.

Vortrag von Birgit Mair. Dauer: 90 Minuten.
Preis: 250 - 300 Euro je nach Entfernung von Nürnberg zzgl. Reisekosten.

Modul 7: Opfer rechter Gewalt berichten

Angehörige der NSU-Opfer und Überlebende neonazistischer Brandanschläge berichten über ihr Leben vor und nach dem Anschlag. Preise auf Anfrage. Moderation: Birgit Mair.

Auf Wunsch maßgeschneidertes Angebot

Über das Angebot hinaus gehen wir auf Ihre individuellen Wünsche ein bieten Ihnen ein maßgeschneidertes Seminarprogramm (z.B. für einen pädagogischen Tag an Ihrer Schule) an.

Kontakt

Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V.
Rennweg 60 90489 Nürnberg
Germany

Telefon: +49 (0) 911 / 54 055 934
Mobil: 0176 / 62 94 31 52
Ansprechpartnerin: Birgit Mair (Diplom-Sozialwirtin Univ.),

E-Mail: birgitmair@t-online.de